Ein verschlüsseltes Tagebuch sollte bedeuten, dass die Datei auf der Festplatte ohne deinen Schlüssel unlesbar ist — und nicht nur, dass ein PIN-Bildschirm vor einer Klartext-Datenbank steht. Reflect ist um genau diese Unterscheidung herum gebaut. Jeder Eintrag wird auf deinem Gerät mit AES-256-GCM verschlüsselt, hinter Biometrie gesperrt und optional in einer Form in die Cloud gesichert, die nur dein Wiederherstellungscode aufschließen kann.
Verschlüsselt, bevor es dein Telefon verlässt
Die meisten Apps, die als „privates Tagebuch“ oder „sicheres Journal“ vermarktet werden, speichern deine Einträge in einer Klartext-SQLite-Datei hinter einem PIN-Bildschirm. Jeder mit physischem Zugriff — oder einem Forensik-Tool oder einem ausgeliehenen Telefon — kann die Datenbank direkt lesen. Das ist Sicherheits-Theater, keine Verschlüsselung.
Reflect verschlüsselt den eigentlichen Inhalt. Jeder Eintrag wird mit AES-256-GCM versiegelt, dem authentifizierten Verschlüsselungsstandard, der den Bankverkehr und sichere Kommunikation schützt. HMAC-Manipulationsschutz liegt darüber, sodass eine beschädigte oder veränderte Datei mit einem klaren Fehler ausfällt, statt stillschweigend Datenmüll zurückzugeben. Fotos und Sprachmemos, die an einen Eintrag angehängt sind, werden mit demselben Verfahren verschlüsselt, bevor sie in den Speicher geschrieben werden.
Biometrie, PIN oder Passwort — du entscheidest
Aktiviere Face ID, Touch ID oder Fingerabdruck auf iOS und Android. Bevorzuge eine numerische PIN oder eine längere Passphrase. Reflect unterstützt alle vier, und du kannst sie kombinieren — Biometrie für den täglichen Gebrauch und eine Passphrase als Rückfall, wenn dein Gesicht dreimal hintereinander nicht erkannt wird.
Die Auto-Sperre greift, wenn du die App wechselst oder nach einem von dir festgelegten Timeout. Die App-Vorschau im Multitasking-Umschalter wird leer angezeigt, damit ein Blick auf dein Telefon nichts vom heutigen Eintrag preisgibt. Nichts davon hängt von der Bildschirmsperre des Geräts selbst ab — deine Tagebuch-Sperre ist eigenständig.
Verschlüsseltes Cloud-Backup, zu deinen Bedingungen
Das Cloud-Backup ist optional und ausgeschaltet, bis du es einschaltest. Wenn du das tust, erzeugt Reflect einen zufälligen Daten-Verschlüsselungsschlüssel auf deinem Gerät, leitet aus deinem Wiederherstellungscode über Argon2id einen Schlüssel-Verschlüsselungsschlüssel ab und verpackt den Datenschlüssel damit. Nur der verpackte Schlüssel, das Salt und ein kurzer Fingerabdruck verlassen dein Telefon.
Auf einem neuen Gerät meldest du dich an und gibst deinen Wiederherstellungscode ein. Dieselbe Ableitung erzeugt erneut den Schlüssel-Verschlüsselungsschlüssel, entpackt den Datenschlüssel und entschlüsselt deine Einträge. Der Wiederherstellungscode ist das einzige, was zwischen verschlüsseltem Ciphertext und deinen Worten steht. Verlierst du ihn, ist das Backup unlesbar — für dich, für uns, für jeden. Das ist es, was zero-knowledge in der Praxis bedeutet.
Was dir ein verschlüsseltes Tagebuch tatsächlich bringt
Konkrete Szenarien. Telefon im Taxi vergessen: Ein Dieb, der die Bildschirmsperre umgeht, stößt trotzdem auf eine AES-256-Wand. Telefon mit Partner oder Familie geteilt: Das Tagebuch verlangt seine eigene biometrische Sperre oder PIN, getrennt vom Gerät. Cloud-Anbieter kompromittiert: Das Backup-Blob ist Ciphertext, unlesbar ohne deinen Wiederherstellungscode.
- AES-256-GCM authentifizierte Verschlüsselung für jeden Eintrag, einschließlich Bilder und Sprachmemos.
- HMAC-Manipulationsschutz — beschädigte Einträge erzeugen einen Fehler, nie stillen Klartext.
- Biometrische Sperre, PIN oder Passwort mit Auto-Sperre und leerer App-Switcher-Vorschau.
- Argon2id-Schlüsselableitung für das Cloud-Backup; der Wiederherstellungscode ist der einzige Entsperr-Weg.
Wie Reflect im Vergleich zu „verschlüsselten“ Alternativen abschneidet
Apps wie Day One positionieren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Premium-Zusatz, den du dazubuchst. Reflect macht sie zum Standard — es gibt keinen Klartext-Modus. Apps, die eine Klartext-Datenbank hinter einer PIN sperren, sind in keinem sinnvollen Sinne verschlüsselt; wenn das die Messlatte ist, leistet eine bildschirmgesperrte Notizen-App dasselbe. Reflect ist näher an einem privaten verschlüsselten Notizbuch, das zufällig KI-Funktionen hat, als an einem Tagebuch, das später Verschlüsselung dazubastelt.